Heftschwerpunkt

Die erste Ausgabe der Fachzeitschrift BLUTALKOHOL im neuen Jahr enthält vorwiegend juristische Beiträge und eine aktuelle Rechtsprechungsübersicht.

Im Informationsteil werden aus dem Lagebericht des Bundeskriminalamtes zur Rauschgiftkriminalität in der Bundesrepublik Deutschland die Sicherstellungsmengen und -fälle von Drogen für das Jahr 1999 bekannt gegeben.

Ferner werden die von der Alkoholkommission der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin im Oktober 1997 beschlossenen Empfehlungen für die Anpassung der Richtlinien für die Blutalkoholbestimmung für forensische Zwecke des Bundesgesundheitsamtes von 1966 (GA66) mitgeteilt.

Schließlich wird die Stellungnahme des Bundesrates vom 14.07.2000 zum Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 12.10.2000 zur Änderung des Straßenverkehrsgesetzes und anderer straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften (StVRÄndG) abgedruckt.


 

Ein neues Flüssigsimulatorsystem mit Kompensation der Verdampfungsverluste zur Kalibrierung von beweisfähigen Atemalkoholmessgeräten

A. Slemeyer vom Labor für Prozessmesstechnik der FH Gießen-Friedberg stellt in dem englischsprachigen Beitrag die technischen Anforderungen an ein neuartiges Flüssigsimulatorsystem zur Kalibrierung von beweisfähigen Atemalkoholmessgeräten vor und berichtet sodann über die erfolgreiche Bauartprüfung des bislang einzigen von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt zu diesem Zweck zugelassenen Gerätes Dräger ALCOCAL anhand von Versuchen mit dem Atemalkoholmessgerät Dräger ALCOTEST 7110.


 

Der Sachverständige im Strafverfahren

Staatsanwalt H. Artkämper zeigt in seinem Beitrag die Schwierigkeiten der Juristen auf, sich im Rahmen eines Strafverfahrens interdisziplinär mit den Erkenntnissen anderer Wissenschaften auseinander zu setzen, die ihnen häufig von Sachverständigen vermittelt werden müssen, deren Qualitätsstandards und ihre Einhaltung es kritisch zu hinterfragen gilt. Hierfür werden verschiedene Prüfkriterien und Fragenkataloge vorgestellt.


 

Zurechnung von Unterlassungen gegenüber dem betrunkenen und somit "verkehrsuntauglichen" Fahrzeugführer

R. Molketin untersucht in Anknüpfung an eine dazu ergangene Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofes, ob betrunkene Kraftfahrer auch wegen pflichtwidrig unterlassener Sicherungsmaßnahmen, die zu einem Unfall im Straßenverkehr führen, strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden können, was bejaht wird.