Ethylglucuronid in Blutproben mit 32 und 39 Promille Ethanol

Schmitt, Goll, Ganßmann und Aderjan vom Institut für Rechtsmedizin und Verkehrsmedizin der Universität Heidelberg schildern anhand eines Einzelfalles den Versuch, in einer mit Ethanol und iso-Propanol kontaminierten Blutprobe den Gehalt am Ethylglucuronid (EtG) zu bestimmen, um von daher auf die maximale BAK schließen zu können. Zuvor war bei Trinkversuchen, der Untersuchung von Blutproben Alkoholvergifteter und Alkoholikern im Entzug festgestellt worden, dass, wenn die BAK zuvor über 1,6 ‰ gelegen hatte, stets eine EtG-Konzentration über 5 mg/L oder höher im Serum zu finden war. Allerdings lässt eine EtG-Konzentration von 5 mg/L lediglich den Schluss zu, dass irgendwann vor der Blutentnahme die BAK einmal über 1,6 ‰ gelegen haben muss. Eine nähere zeitliche Eingrenzung oder gar Rückrechnung ist nicht möglich. EtG eignet sich im Einzelfall auch zur Überprüfung einer Nachtrunkbehauptung, weil sein Konzentrationsmaximum dem des Ethanol mit einer Verzögerung von etwa 2 bis 3 Stunden folgt.


 

Ethanolverluste durch Flambieren hochprozentiger alkoholischer Getränke

Verhoff, Erdmann, Riße und Weiler vom Institut für Rechtsmedizin der Universität Gießen haben anhand von Versuchsreihen mit den Getränken "Sambuca" und "Friesengeist" festgestellt, dass der Verlust an Ethanol durch Flambieren maßgeblich von der Form des verwendeten Glases (Oberfläche des Flüssigkeitsspiegels) abhängt und weniger von der Getränkeart. Der Ethanolverlust kann sich nach 2 Minuten auf bis zu 18 % belaufen.


 

Pilotprojekt Alkoholprävention bei Fahrschülern und Fahranfängern (PAFF)

Poppelreuter, DeVol und Salk berichten über die wesentlichen Ergebnisse einer Studie, in der eine alternative Form der Verkehrssicherheitsarbeit im Problembereich Alkohol im Straßenverkehr bei Fahrschülern und Fahranfängern ausprobiert wurde. Dazu wurden im Rahmen der Fahrschulausbildung verhaltensorientierte und erfahrungsbasierte Trinkversuche mit anschließenden Rekapitulationsgesprächen durchgeführt, um die Fahrschüler für die Problematik zu sensibilisieren. Sodann wurde das Verhalten dieser speziell ausgebildeten Fahrschüler mit dem der traditionell geschulten Fahrschüler verglichen.


 

Dokumentation "Drogen 2000 - Konsum, Todesfälle, Sicherstellungen

Die umfangreiche Dokumentation fasst die Erkenntnisse des Rauschgiftjahresberichts des Bundeskriminalamts für das Jahr 2000, des Sucht- und Drogenberichts 2000 der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marion Caspers-Merk und des Jahresberichts 2000 der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht in der Europäischen Union (EBDD) zusammen.