Staatsminister
Karl-Peter Bruch erhält Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold
Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr
würdigt Arbeit zur Verkehrssicherheit
Mainz (nr). Der
Staatsminister des
Innern und für Sport des Landes Rheinland-Pfalz, Karl-Peter Bruch, ist mit der Senator-Lothar-Danner-Medaille in Gold
des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr e.V. (B.A.D.S.)
ausgezeichnet worden.
Sie wurde ihm am 2. Oktober 2009 im Rahmen eines
Festakts in Mainz unter Anwesenheit von mehr als hundert Persönlichkeiten des
öffentlichen Lebens verliehen. Karl-Peter Bruch erhält die Auszeichnung auch
stellvertretend für die Polizeibeamtinnen und - beamten des Landes
Rheinland-Pfalz. Mit der Auszeichnung würdigt der B.A.D.S. die beispielhafte
Arbeit der Polizei in diesem Bundesland für ihr Konzept zur Bekämpfung von
Drogen im Straßenverkehr.
Damit nehme das Land im bundesweiten Vergleich seit
Jahren eine Spitzenposition ein, sagte der Präsident des Bundes gegen Alkohol
und Drogen im Straßenverkehr, Dr. Peter Gerhardt, in seiner Laudatio. „Solche
Konzepte bedingen stets auch den politischen Willen zur Umsetzung. Dieser trägt
in Rheinland-Pfalz ganz deutlich die Handschrift von Herrn Staatsminister Karl-Peter
Bruch“, so der Präsident.
Das Konzept in Rheinland-Pfalz verzahne repressive
und präventive Komponenten miteinander. In diesem Zusammenhang sei die
flächendeckende Ausbildung von Beamtinnen und Beamten durch die
Landespolizeischule zu „Moderatoren für die Drogenprävention“ bzw. zu
„Multiplikatoren für das Erkennen drogenbeeinflusster Fahrzeugführer“
hervorzuheben. Dr. Gerhardt unterstrich insbesondere das dabei kontinuierlich
hohe Engagement der Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in den Dienststellen
vor Ort.
Die etwa 230 Moderatorinnen und Moderatoren werden
bei den Präventionsveranstaltungen vor allem für die Zielgruppe „Junge
Fahranfängerinnen und –anfänger“ in den Schulen
eingesetzt. Im Jahr 2008 konnten so fast 31.000 Adressaten erreicht werden.
Mehr als 27.000 davon waren der Hauptzielgruppe „Junge Fahrer“ zuzuordnen.
Parallel dazu wurden Eltern, Lehrer, Fahrlehrer aber auch Verantwortliche in
den Ausbildungsbetrieben über die Drogenproblematik informiert und
sensibilisiert.
„Die ausschließlich positiven Rückmeldungen belegen,
dass die Präventionsinhalte durch die Moderatorinnen und Moderatoren
zielgruppengerecht vermittelt werden“, sagte der Präsident des B.A.D.S. Ein
weiteres Indiz für die erfolgreiche Präventionsarbeit sei die starke und stetig
wachsende Nachfrage nach diesen Angeboten. Insgesamt konnten so seit Beginn des
Präventionsprogramms im Jahre 2007 in Rheinland-Pfalz etwa 50.000 Adressaten
erreicht werden.
Der Vergleich der Kennzahlen auf Bundesebene sei
Beleg dafür, dass der in Rheinland-Pfalz gewählte strategische Ansatz zur
Verhinderung von Drogenfahrten und gleichermaßen zur Bekämpfung
drogenbeeinflusster Fahrzeugführer richtungsweisend ist“, sagte Dr. Peter
Gerhardt. Gleichzeitig regte er an, die Themen Drogen und Alkohol stärker in
den Schulen zu behandeln, da unkontrolliertes Trinken unter Jugendlichen
zunehme. Der
Auch der Vorsitzende der BADS-Landessektion Rheinland-Pfalz, Prof. Dr. Dr. Reinhard Urban, hob hervor, dass die Arbeit der Polizei in Zusammenarbeit mit dem Institut für Rechtsmedizin in Mainz vor allem das flächendeckende Aufklärungs- und Präventionsprogramm verbessert habe und beispielgebend für die übrigen Bundesländer sei. „Die Entscheidung, Staatsminister Karl-Peter Bruch mit der Medaille auszuzeichnen, ist dem Vorstand leicht gefallen“, betonte Urban. Der Minister stehe dabei nicht nur als Repräsentant für die Polizei und deren Aktivitäten zur Verkehrssicherheitsverbesserung in Rheinland-Pfalz. Er habe auch persönlich aktiv mit seinem Stab im Ministerium mit pragmatischen und stets zielführenden Entscheidungen die Arbeit begleitet und befördert und daher einen wesentlichen Anteil am Gesamterfolg, so der Vorsitzende der B.A.D.S.-Landessektion Rheinland-Pfalz, die in diesem Jahr ihr 50jähriges Bestehen feiert.
Den von viel Beifall begleiteten Festvortrag „Verbindliche Grundregeln im
menschlichen Zusammenleben. Mobilitätsanspruch und Verhalten im Straßenverkehr
in ethischer Perspektive“ hielt im
Rahmen der Veranstaltung Seine Eminenz Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz.
Die Senator-Lothar-Danner-Medaille
in Gold, ist eine vom B.A.D.S. seit 1975 gestiftete Auszeichnung, die nach dem
Gründer des Bundes, dem damaligen Präses des Amtes für Verkehr der Freien und
Hansestadt Hamburg, Senator Lothar Danner, benannt ist. Sie wird in der Regel
einmal jährlich – in diesem Jahr zum 35sten Mal -im Rahmen eines Festaktes an
eine Persönlichkeit oder Institution verliehen, die sich in besonderer Weise um
die Verkehrssicherheit verdient gemacht hat.
Der Bund gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr
wurde 1950 gegründet. Nach der Satzung des gemeinnützigen Vereins gehören zu
seinen Aufgaben unter anderem die Aufklärung über die Gefährlichkeit von
Alkohol und Drogen und die Förderung der Forschung auf diesem Gebiet. Der
Schwerpunkt seiner Erziehungs- und Aufklärungsarbeit wird von 19
Landessektionen getragen, die auch im Wechsel den Festakt zur Verleihung der
Medaille veranstalten. Er finanziert seine Arbeit hauptsächlich aus Spenden,
Mitgliedsbeiträgen und aus den von Staatsanwaltschaften und Gerichten
zufließenden Geldbußen.
Bund gegen Alkohol und Drogen im
Straßenverkehr e.V. B.A.D.S., Bundesgeschäftsstelle Arnold-Heise-Straße 26 in
20249 Hamburg
Tel.:
040/44 07 16 - Fax: 040/410 76 16 eMail: zentrale@bads.de
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