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Rechtsfolgen - Einleitung

Wer mit Alkohol in unzulässiger Konzentration in der Atemluft oder im Blut oder sogar nach dem Konsum illegaler Drogen als Führer eines Kraftfahrzeugs im öffentlichen Straßenverkehr erwischt wird, muss damit rechnen, dass je nach der dadurch verletzten Rechtsvorschrift entweder ein Ordnungwidrigkeitenverfahren (Bußgeldverfahren) oder sogar ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren gegen ihn eingeleitet wird.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann sofort der Führerschein beschlagnahmt und die Fahrerlaubnis vorläufig entzogen werden. Je nach Ausgang des Verfahrens kann neben einer Geldbuße oder einer Geld- oder Freiheitsstrafe ein Fahrverbot ausgesprochen oder für eine bestimmte Dauer die Fahrerlaubnis entzogen werden.

Wer mehrfach mit geringer Alkoholisierung oder einmalig mit einer BAK von 1,6 ‰ oder mehr am Steuer erwischt wurde oder wer - egal wann und bei welcher Gelegenheit - als Konsument oder auch nur als Besitzer illegaler Drogen in Erscheinung getreten ist, gilt auch der zuständigen Führerscheinstelle, die hierüber von Amts wegen informiert wird, als höchst verdächtig. Der Betreffende kann deshalb aufgefordert werden, seine (fortbestehende) Eignung als Kraftfahrer durch eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) nachzuweisen. Gelingt dieser Nachweis nicht, wird eine bestehende Fahrerlaubnis entweder eingeschränkt, mit Auflagen versehen oder sogar gänzlich widerrufen oder keine (neue) Fahrerlaubnis erteilt.

Die in Deutschland geltenden Alkoholgrenzwerte und die damit verknüpften Sanktionen sind gegenüber den Regelungen in anderen Ländern vielschichtig und daher nur schwer zu verstehen. Mit dieser Übersicht möchten wir Ihnen die Einordnung der Alkoholdelikte nach den Kriterien

  • Grenzwert
  • Verfahrensart
  • Gesetzes-Tatbestand
  • Tatbestandsmerkmale
  • Sanktionen

erleichtern.