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Alkohol im Straßenverkehr

Verkehrsunfall-Statistik

Im Jahre 2010 wurden in Deutschland insgesamt 2,41 Mill. Verkehrsunfälle polizeilich aufgenommenen. Nach Mitteilung des statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden 2010 wie bereits in den vorangegangenen Jahren nochmals gesunken. Registriert wurden 288.297 Unfälle mit 308.550 Leichtverletzten, 62.620 Schwerverletzten und 3.648 Getöteten. Der konstante Rückgang der Verkehrsunfälle und Unfallopfer ist erfreulich, der Blutzoll für unsere Mobilität im Straßenverkehr ist aber immer noch sehr hoch. Dabei gehören Alkohol- und Drogenkonsum bei den Unfällen mit Getöteten mit mindestens 9,4 % und bei den Unfällen mit Schwerverletzten mit mindestens 8 % leider weiterhin zu den Hauptunfallursachen. Das statistische Bundesamt weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass in diesem Bereich von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist, der prozentuale Anteil der Alkohol- und Drogenopfer im Straßenverkehr daher noch höher liegt.
 
Bei der zeitlichen Verteilung fiel auf, dass sich die meisten Alkoholunfälle mit Personenschäden an den Wochenenden ereigneten. Noch deutlichere Unterschiede zeigten sich in der tageszeitlichen Verteilung. Während tagsüber "nur" 4 % aller Unfälle mit Personenschaden auf Alkohol zurückzuführen waren, stieg dieser Anteil in der Zeit zwischen 22.00 Uhr abends und 04.00 Uhr morgens auf 31 % an, mit einem deutlichen Schwerpunkt in den Stunden nach Mitternacht.
Trotz des erfreulichen Rückgangs der Zahl der Unfalltoten und Schwerverletzten ist darauf hinzuweisen, dass auch 2010 die 18 - 24 jährigen immer noch die mit Abstand gefährdete Gruppe im Straßenverkehr war. Jeder fünfte Getötete und Verletzte gehört zu dieser Altersgruppe, obwohl ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung nur bei ca. 8 % liegt.


Download zum BGH-Urteil Atemalkoholmessung

Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Alkoholunfall mit Personenschaden

  • überdurchschnittlich schwer,
  • im Wesentlichen ein Nachtunfall,
  • vorwiegend ein Wochenendunfall,
  • hauptsächlich von Männern verursacht und
  • überproportional häufig ein Unfall junger Verkehrsteilnehmer

ist.